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2015 - Europäisches Jahr der Entwicklung: Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft

Die Europäische Union ist immer „in den ersten Reihe“, wenn es um Entwicklungshilfe geht. Mit Schwerpunkten wie Handel und regionaler Integration, Umwelt und nachhaltiger Nutzung natürlicher Ressourcen, Infrastruktur, Kommunikation und Transport, Wasser und Energie usw. hat sich die Union in 78 Ländern in Afrika, der Karibik und im Pazifik (AKP-Staaten) engagiert. Jetzt gehen das Europäische Parlament und der Europäischen Rat einen Schritt weiter

Die Tradition der Europäischen Jahre besteht seit  1983 mit dem europäischen Jahr für kleine und mittlere Unternehmen und Handwerk. 2015 wurde das Europäische Jahr für Entwicklung am 9. Januar in Riga offiziell eröffnet. Die Initiative dazu kam aus Lettland. Sie markiert den Beginn der ersten EU-Ratspräsidentschaft des Landes. Unter dem Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ soll ein Bewusstsein für entwicklungspolitische Aktivitäten und Zusammenhänge geschaffen werden.

Die EU ist laut EU-Kommission weltweit mit Abstand größter Geldgeber für Entwicklungshilfe. Im Jahr 2013 unterstützten die 28 EU-Mitgliedstaaten Entwicklungsländer mit 56,2 Milliarden Euro, was 0,43 Prozent des EU-Bruttonationaleinkommens (BNE) entsprach. 

Die Menschen auf der Welt seien zunehmend voneinander abhängig, sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei der Eröffnungsveranstaltung zum Entwicklungsjahr. „Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, seien es Klimawandel, Migration, Radikalismus oder Seuchen wie Ebola, kennen keine Grenzen. Unsere Antwort darauf muss einheitlich sein”, sagte Juncker. 

„Wir wollen Geschichten aus der ganzen Welt erzählen, die zeigen, dass – woher wir auch kommen und wohin wir auch wollen – unsere Ziele die gleichen sind: eine stabile und friedliche Welt, Bildung für unsere Kinder, Arbeitsplätze für junge Menschen, ein Leben in Würde auf diesem Planeten, mit dem wir achtsamer umgehen müssen”, sagte Juncker zu den Zielen des Entwicklungsjahres.

Die Initiative soll einen entscheidenden Schub für die Erfüllung der Millenniums-Entwicklungsziele geben. Die Erfüllungsfrist läuft dieses Jahr ab. Viele Mitgliedsstaaten bleiben hinter den gesteckten Zielen zur Hilfe bei der Armutsbekämpfung zurück. Eines der Ziele ist es, mehr Menschen in den neuen Mitgliedsstaaten zu erreichen. Darum werden sich namhafte Zeitungen und Fernsehsender kümmern, die sich an der Initiative beteiligen werden.

Jeden Monat werden die Bürgerinnen und Bürger über die verschiedenen Themenschwerpunkte informiert. Im Januar war das Thema „Europa in der Welt“ und im März wird über „Frauen und Mädchen“ diskutiert. Dieser Monat ist der Monat der Bildung.    

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