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Brexit: Umfragen zeigen leichte Mehrheiten für den Austritt aus der Europäischen Union

Laut Umfragen von ORB International in 14 europäischen Staaten spricht sich in 13 Ländern die Mehrheit der befragten Personen für die weitere Mitgliedschaft in der Europäischen Union aus. Die Ausnahme stellt Großbritannien dar. Hier befürworten 54 % der entschiedenen Befragten einen Austritt.

In den vergangenen Jahren war die Europäische Union vermehrt von Krisen geprägt. Durch die Weltfinanzkrise brach das Wirtschaftswachstum ein. Vor allem Irland und Spanien wurden hart getroffen. Es folgte die Euro-Krise. Diese wurde an erster Stelle für die südlichen Eurostaaten zum Problem. Aktuell steht die EU vor der Herausforderung eine anhaltende Zuwanderung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern zu organisieren.

Diese Umstände haben viel Skepsis unter den Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern hervorgerufen. So findet ein Rückzug in das Nationale statt. Dies wird an der zunehmenden Unterstützung für Parteien deutlich, die nationale Lösungen und einfache Antworten auf komplexe Probleme propagieren.

Dennoch entsprechen die Signale einer Abkehr von der EU keinem generellen Austrittswunsch. Laut der Studie von ORB International befürworten insgesamt 64 % der befragten Personen einen Verbleib in der Europäischen Union. Diese Tendenz zeigt sich auch in den Umfrageergebnissen der einzelnen 13 Staaten. Austrittsbefürworter stellen nur in Großbritannien die Mehrheit dar. 54 % der entschiedenen Befragten präferieren den Austritt aus der EU.

Allerdings haben 21% der befragten Personen in Großbritannien mit „Ich weiß nicht“ geantwortet. Diese Bürgerinnen und Bürger können eine entscheidende Rolle bei dem anstehenden Referendum über den EU-Verbleib Großbritanniens spielen. Das Referendum wurde von dem Premierminister David Cameron versprochen und soll bis Ende 2017 abgehalten werden. Der Ausgang des Referendums bleibt abzuwarten und wird unabhängig von dem Ergebnis einen beachtlichen Einfluss auf die EU und Großbritannien haben.


 Hier finden Sie die Umfrageergebnisse und weiterführende Literatur.