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EU entsendete Wahlbeobachter nach Tunesien

Am Sonntag, den 23. Oktober, fanden in Tunesien die ersten freien Wahlen nach der Revolution statt. Die EU entsendete 150 unabhängige Wahlbeobachter, die vor allem die Ergebnisse der größten islamistischen Partei Ennahda prüfen sollten.

Am Sonntag, den 23. Oktober, fanden in Tunesien die ersten freien Wahlen nach der Revolution statt. Die EU entsendete 150 unabhängige Wahlbeobachter, die vor allem die Ergebnisse der größten islamistischen Partei Ennahda prüfen sollten. Viele Tunesier suchten die Rückbesinnung auf ihre Religion und die damit verbundenen Werte, aber schienen gleichzeitig dem von der Ennahda-Partei geäußerten Demokratiegedanken nicht ganz zu trauen. Jedoch zeigte das Wahlergebnis, dass trotz aller Zweifel die Ennahda-Partei einen Sieg eingefahren hat und damit die stärkste Kraft in der verfassungsgebenden Versammlung ist.

Neben den 66 Kurzzeitbeobachtern und 10 Experten, die von der EU nach Tunesien entsandt wurden, sind noch stets 57 Langzeitbeobachter vor Ort. Bislang scheinen die Wahlen jedoch nach demokratischen Standards abgelaufen zu sein. Sollte die Ennahda-Partei, die sich eher als gemäßigte islamistische Partei darzustellen versucht, ihre Versprechen halten, habe das Land auf Grund eines freundlich gesinnten Umfelds, eines funktionierenden Verwaltungsapparats und einer hohen Bildungsrate in der Bevölkerung beste Chancen für Demokratie, so ein Diplomat.

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