EU glaubt an demokratische Entwicklung Libyens nach Tod Muammar Gaddafis
Die Hohe Vertreterin der Union für die Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton,äußerte sich in einer Erklärung zum Tod Muammar Gaddafis am 20. Oktober 2011. Nach zehn Monaten außergewöhnlicher Opfer könne nun das libysche Volk stolz von sich behaupten, ein Regime, das 40 Jahre lang unterdrückte und terrorisierte, gestürzt zu haben.
Die Hohe Vertreterin der Union für die Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton,äußerte sich in einer Erklärung zum Tod Muammar Gaddafis am 20. Oktober 2011. Nach zehn Monaten außergewöhnlicher Opfer könne nun das libysche Volk stolz von sich behaupten, ein Regime, das 40 Jahre lang unterdrückte und terrorisierte, gestürzt zu haben. Das Land könne nun in die Zukunft blicken, da der Tod Gaddafis eine tragische Zeit im Leben vieler Libyer beende. Ashton wies jedoch darauf hin, dass nicht nur die Straftaten der Vergangenheit bestraft, sondern auch die gesamte Nation versöhnt und vereint werden müsse. Die Rolle der EU bezeichnete sie als unterstützend und versprach, sich gemeinsam mit internationalen Partnern auf den Wiederaufbau des Landes zu konzentrieren. Die EU bliebe schließlich ein starker und engagierter Partner.
Auch Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Ratspräsident Herman Van Rompuy äußerten sich in einer gemeinsamen Erklärung. Ähnlich wie Ashton unterstrichen sie die Möglichkeit einer demokratischen Zukunft für Libyen – allerdings müsse es für den Übergangsrat nun Priorität haben, das Land zu vereinen und zu versöhnen. Fakt ist, dass die EU trotz anfänglichen Zögerns schlussendlich 156,5 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für das libysche Volk mobilisiert hat und nun zusätzlich noch einmal 25 Millionen Euro an unmittelbaren Zahlungen zur Stabilisierung des Landes stellen könnte. Ein Büro der EU gibt es bereits in Bengasi und Tripolis, wo bald auch die Delegation ansässig soll.














