EU unterstützt entlassene Arbeitskräfte mit über 83 Millionen Euro
Der Europäische Globalisierungsfonds (EGF), der als Instrument der Solidarität seit 2007 Menschen hilft, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, wird immer stärker nachgefragt: Die Unterstützung für entlassene Arbeitnehmer stieg 2010 auf das Dreifache an.
Der Europäische Globalisierungsfonds (EGF), der als Instrument der Solidarität seit 2007 Menschen hilft, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, wird immer stärker nachgefragt: Die Unterstützung für entlassene Arbeitnehmer stieg 2010 auf das Dreifache an. Der starke Anstieg spiegelt die unmittelbaren Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wider, die zu einer beträchtlichen Zunahme der Anträge im Jahr 2009 führten. Die Arbeitssuche von 23.688 Arbeitnehmern in neun Mitgliedstaaten (Dänemark, Deutschland, Irland, Litauen, Niederlande, Polen, Portugal, Slowenien und Spanien) konnte über den Fonds mit 83,5 Millionen Euro unterstützt werden. In Deutschland erhielten 1.793 ehemaliger Mitarbeiter des Automobil-Zulieferers Karmann Hilfe bei der Jobsuche, ein Antrag der Heidelberger Druckmaschinen AG nach Unterstützung für 1.181 Mitarbeiter wurde ebenfalls 2010 genehmigt.
Mit den EGF-Mitteln sollen aktive Arbeitsmarktmaßnahmen mitfinanziert werden, die von den Mitgliedstaaten für die betroffenen Arbeitskräfte vorgeschlagen und organisiert werden. Dazu gehören Unterstützung bei der Arbeitssuche, berufliche Schulungen, Maßnahmen zur Weiterqualifizierung und Umschulung sowie Unterstützung bei der Unternehmensgründung und öffentliche Beschäftigungsprogramme.
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