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Vereinigtes Königreich stimmt für EU-Austritt

Das Vereinigte Königreich hat sich in einer Volksabstimmung zum Austritt aus der Europäischen Union entschieden.

Das Vereinigte Königreich hat am 23.Juni 2016 für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. 51,9 % der Wählerinnen und Wähler entschieden sich für den „Brexit“.

Die Mehrheit kam durch das Votum in England und Wales zustande. Gleichzeitig stimmten Schotten und Nordiren mit großer Mehrheit für den Verbleib in der Europäischen Union. Somit werden Spannungen innerhalb des Vereinigten Königreichs erwartet: „Das schottische Volk hat klargemacht, dass es seine Zukunft in der EU sieht“, so Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon, die schon über ein Unabhängigkeitsreferendum nachdenkt.  Auch in Nordirland fordern Stimmen, in der Union zu bleiben. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,2%.

Die europäischen Richtlinien sehen nach dem offiziellen Austrittsantrag nun Verhandlungen vor, für die in den Verträgen zwei Jahre angesetzt sind. Ein Modell gibt es für diese Verhandlungen nicht – bislang ist kein Staat aus der Europäischen Union ausgetreten.

David Cameron, der am 24. Juni seinen Rucktritt verkündete, hat gesagt "The British people have made a very clear decision to take a different path, and as such I think the country requires fresh leadership to take it in this direction”. Es wird davon ausgegangen, dass es ab Oktober einen neuen Premierminister geben wird. 

Weiterhin äußerte der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz sein Bedauern über den Austritt, glaubt aber nicht, dass es zu einer Kettenreaktion in anderen Mitgliedstaaten kommen wird. Auch der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker ist dieser Ansicht. „Brexit ist nicht der Anfang vom Ende der EU“ meinte er.