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„Digital is the new normal – der ‚gläserne Bürger‘?“

Podiumsdiskussion im Europäischen Informationszentrum, 18. November 2016

Unter dem Titel „ Digital is the new normal – der gläserne Bürger“ fand am 18. November 2016 der dritte Zukunftsdialog statt. Bei diesem Format handelt es sich um ein durch das Bundesministerium des Inneren gefördertes Diskussionsangebot, das mit freundlicher Unterstützung von Mercedes-Benz Berlin durchgeführt wird.

Auf dem Podium diskutierte der Politiker und Blogger Christopher Lauer gemeinsam mit dem Datenschutzaktivisten, Autor und Gründer der Enthüllungsplattform „OpenLeaks“ Daniel Domscheit-Berg. Die Moderation wurde von Milka Loff Fernandes übernommen.

       Zukunftsdialog "Digital is the new normal"

Gleich zu Beginn der Veranstaltung wies Daniel Domscheit-Berg darauf hin, dass es durch die Digitalisierung und das Internet zu großen gesamtgesellschaftlichen Veränderungen innerhalb einer kurzen Zeitspanne gekommen ist und es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ersichtlich ist, wohin diese Veränderungen auf globaler Ebene führen. Er merkte gleichzeitig an, dass „Technologie an sich langweilig ist, spannend nur die Auswirkungen des Internets sind“, da das Internet seiner Meinung nach eine „globale Horizonterweiterung darstellt.

Christopher Lauer bezeichnete indessen das Internet als „Fernsehen mit Rückholbedarf“, da das Zeitalter der Digitalisierung in den Köpfen vieler Politiker noch nicht angekommen ist.  Daher ist der Einfluss, den das Internet auf die Politik hat, noch nicht im Bewusstsein vieler Politiker vorhanden. Gleichzeitig kritisierte er, dass Digitalisierung von der Politik oftmals nur als Randbereich wahrgenommen wird, obwohl es kaum einen Bereich des Lebens mehr gibt, der nicht durch das Internet beeinflusst wird.

Daniel Domscheit-Berg kritisierte des Weiteren die fehlende Innovation im deutschen Bildungssystem zum Thema Digitalisierung, da Schülern die Vorbereitung auf ein späteres Berufsleben mit Digitalisierung fehlt. Zudem nannte er das erhöhte Mobbing-Potenzial und fehlende Transparenz für Verbraucher, da Unternehmen den oftmals den Verwendungszweck von Nutzerdaten nicht offenlegen, als Probleme der Digitalisierung.

Christopher Lauer mahnte an, dass ein Interessenausgleich zwischen der Politik und beispielsweise Facebook wichtig ist, um neben einem positiven Blick nach vorne, gleichzeitig auch die „Verwerfungen des Internets“, wie beispielsweise Arbeitslosigkei,t besser auffangen zu können.

Am Ende der Diskussion waren sich beide Diskustanten darüber einig, dass Effizienz und Transparenz die wichtigsten Stichwörter für das Zeitalter der Digitalisierung sind.

 

Gefördert durch:

 Mercedes-Benz  Bundesministerium des Innern