Benutzerspezifische Werkzeuge
Navigation
 

Links

 

Bürgerdialog in Senftenberg

„Geflüchtete und Fluchtursachen: Was unternimmt die EU und was haben wir damit zu tun?"

Unter dem Titel diesem Titel fand am 8.11.2016 im Rathaus Senftenberg der dritte Bürgerdialog statt. Die Veranstaltung ist ein gemeinsames Projekt der Europäischen Kommission in Deutschland und dem Ministerium der Justiz für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburgs. Vor diesem Hintergrund diskutierten Bernhard Schnittger, stellvertretender Leiter der Europäischen Kommission in Deutschland, und Stefan Ludwig, Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, gemeinsam mit interessierten Senftenberger Bürgerinnen und Bürgern. Die Moderation übernahm Thomas Heineke.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Senftenberger Bürgermeister Andreas Fredrich, der den Rahmen der Veranstaltung nutze, um den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern der Senftenberger Initiative „Refugees Welcome Senftenberg“  für ihre ehrenamtliche Arbeit zu danken.

Bürgerdialog Senftenberg

Gleich zu Beginn des Dialoges machte Bernhard Schnittger darauf aufmerksam, dass die Flüchtlingskrise uns alle trifft, wenn auch in unterschiedlichem Maße, jedoch die Flüchtlinge, die zu uns kommen, am stärksten betroffen seien. Er wies zudem darauf hin, dass insbesondere die deutschen Behörden Großes bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise geleistet hätten. Weiter führte er aus, dass Europa längst Teil des Alltags eines jeden Bürgers geworden ist und das deshalb die Einbeziehung Europas, in die Bewältigung der Herausforderungen der Flüchtlingskrise, umso wichtiger ist. Die erste und oberste Priorität Europas sei es demnach Leben zu retten und geplagte Länder zu unterstützen, um im Folgenden die europäischen Grenzen sicherer zu gestalten und die Fluchtursachen zu analysieren. Dies sehe er aber eindeutig als eine Gemeinschaftsaufgabe aller europäischen Länder an.

Bürgerdialog Senftenberg

Minister Ludwig warf indessen ein, dass viele Menschen nach Europa kommen würden, weil wir „europäische Werte leben“. Seiner Meinung nach wirkt sich der Zuzug von Geflüchteten als Katalysator für die Lösungsfindung bereits bestehender Probleme der EU aus. Der Fokus der EU sollte weniger auf den Unterschieden, sondern viel mehr auf den Gemeinsamkeiten der einzelnen Länder liegen, da eine Kompromissfindung nur durch Gemeinsamkeiten und dem Aufbau einer europäischen Identität möglich ist. Die Flüchtlingskrise stelle seiner Meinung nach eine Chance für Europa dar, den Zusammenhalt der einzelnen Staaten untereinander zu stärken. Gleichzeitig appellierte er an die EU-Länder nicht nur Wirtschaftsbeziehungen in den Vordergrund zu stellen, sondern der sozialen Dimension eine stärkere Gewichtung zu zumessen.

Im Laufe des Dialoges meldeten sich eine Vielzahl interessierter Bürgerinnen und Bürger Senftenbergs zu Wort, um ihre Sicht auf die Problematik und die Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf die Stadt Senftenberg zu erläutern.

Als Fazit der Veranstaltung lässt sich festhalten, dass für die Bewältigung der Flüchtlingskrise eine auf Rechtstaatlichkeit, Menschenrechten und Gemeinsamkeiten beruhende EU die wichtigste Säule zur Lösung der Problematik darstellt.

 

Ansprechpartner:

Sebastian Rösner

Tel.: (030) 88412202

Fax.: (030) 88412223

E-Mail: sebastian.roesner@deutsche-gesellschaft-ev.de