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Zukunftsdialog "Gemeinsam stark! Sport gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit"

Am 13. Oktober fand der Zukunftsdialog zum Thema "Sport gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit" statt.

Unter dem Titel „ Gemeinsam stark! Sport gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit“ fand am 13. Oktober der zweite Zukunftsdialog statt. Bei diesem Format handelt es sich um ein durch das Bundesministerium des Inneren gefördertes Diskussionsangebot, das mit freundlicher Unterstützung von Mercedes-Benz Berlin durchgeführt wird.

Zukunftsdialog Sport 1

Das Podium bestand aus dem Bundestagsabgeordneten und Mitglied des Sportaussschusses des Deutschen Bundestages Özcan Mutlu sowie Mehmet Matur, Präsidialmitglied des Berliner Fußballverbandes und Vorsitzender des Vereins Türkiyemspor. Moderiert wurde die Veranstaltung durch den freien Sportjournalisten Christoph Ruf. Zum Gelingen der Veranstaltung trug das sehr interessierte Publikum bei. Darunter war auch eine gesamte Schulklasse der Eliteschule des Sports des Deutschen Olympischen Sportbundes, die später vom Bundestagsabgeordneten Mutlu für ihr Engagement zu einer Bundestagsbesichtigung eingeladen wurde.

Zu Beginn verwies Christoph Ruf darauf, dass Sport immer noch ein Sammelbecken für Rassismus und Menschenfeindlichkeit sei, jedoch, so betonte er, biete Sport auch eine große Chance die Integration zu fördern.

Mehmet Matur, der seine sportliche Karriere 1971 als Gastarbeiterkind in der Nähe von Bonn begann, stimmte dem zu. Als Vorsitzender des Vereins Türkiyemspor versucht er immer wieder Turniere mit Flüchtlingen zu organisieren. Dies sei für den Alltag vieler, geflüchteter Menschen eine wichtige Abwechslung. „Ehrenamtliche leisten hier vieles. Die finanzielle und gesellschaftliche Wertschätzung muss jedoch verbessert werden“, kritisierte Mutlu.

Zukunftsdialog Sport 2

Leider würden viele Bemühungen immer wieder durch die rassistischen, homphoben oder antisemitischen Äußerungen überschattet. Rassismus und Menschenfeindlichkeit seien aber nicht allein ein ostdeutsches, sondern ein gesamtdeutsches Thema, das auch viele Migrantenvereine beträfe.

Zwar handle es sich dabei vor allem um eine kleiner aber laute Minderheit, aber genau deshalb sei es umso wichtiger, dass die Mehrheit dies nicht zuließe, wie Mehmet Matur betonte. Es müsse eine klare rote Karte gegen dieses Verhalten geben, ergänzte Mutlu.

Dabei sprach der Sportpolitiker vor allem die großen Vereine an. Diese täten in vielen Bereichen noch nicht genug. Deswegen müsse der Deutsche Fußballbund seine Vorbildrolle besser wahrnehmen, wie Matur ergänzte. Insbesondere die Arbeit an der Basis leiste einen wichtigen Beitrag.

Zukunftsdialog Sport 3

Am Ende der Diskussion wurde deutlich, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit im Sport ein wichtiges Thema sind, aber Sport, ob professionell oder als Amateur bietet große Chancen die Integration und die Gemeinschaft zu stärken. Dem pflichtete Multu bei:„ Im Fußball kommen Menschen als Team zusammen, sind aufeinander angewiesen. Da ist es egal, ob jemand Ali oder Franz heißt.“